31. März 2025

März 2025: Vereinheitlichung von Beurteilungs- und Bewertungsgrössen im Zyklus 1, Notenpflicht in der Volksschule ab dem Zyklus 2, Sexualkundeunterricht in der Volksschule durch externe Organisationen

Liebe Politik-Interessierte

Ich bedanke mich ganz herzlich für die grosse Unterstützung, welche Sie mir und der EDU immer wieder aufs Neue zukommen lassen.

Grosser Rat

Im März traf sich der Grosse Rat nur an einem Sitzungstag. Zwei Sitzungstage wurden mangels behandlungsreifen Geschäften abgesagt. 

An diesem Sitzungstag behandelten und überwiesen wir jedoch gleich zwei Vorstösse, welche ich eingereicht hatte! Regelmässige Leser meines Newsletters wissen, dass ich gegen die uneinheitlichen, intransparenten und oft sehr kreativen Beurteilungsformen an der Volksschule bin. Lehrerinnen und Lehrer verteilen Sternchen und Farben statt Noten von eins bis sechs. Manchmal kommen auch Smileys hinzu, manchmal andere Figuren. Zum Semesterende werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Zeugnis jedoch mit einer Note zwischen eins und sechs abgebildet. Eltern, Schülerinnen und Schüler sind verunsichert. Weiter verunsichert es die Eltern, Schülerinnen und Schüler, dass an gefühlt jeder Schule die Leistungen auf eine andere Art beurteilt werden.

Mit dem Postulat "Vereinheitlichung von Beurteilungs- und Bewertungsgrössen im Zyklus 1 der Aargauer Volksschule" bat ich den Regierungsrat, Vorschläge zu erarbeiten, wie im Zyklus 1 (Kindergarten und 1.–2. Klasse) der Aargauer Volksschule bezüglich Beurteilungs- und Bewertungsgrössen eine verbindliche kantonale Vereinheitlichung erfolgen kann. 

Mit der Motion "Notenpflicht in der Volksschule ab dem Zyklus 2" forderte ich, dass die Lehrerinnen und Lehrer in der Volksschule verpflichtet werden, ab dem Zyklus 2 (ab der dritten Klasse) die Prüfungen in promotionswirksamen Fächern mit einer Note zwischen eins und sechs zu bewerten.

Bei beiden dieser Vorstösse wurde ich beim Einreichen von Grossrätinnen und Grossräten aus anderen Parteien unterstützt. Das Postulat wurde im Grossen Rat unbestritten überwiesen. Die umstrittene Motion wurde mit der geschlossenen Unterstützung der SVP- und FDP-Fraktion nach vielen und langen Voten auch überwiesen.

Weiter bin ich sensibel bezüglich Sexualkunde-Unterricht, welcher durch externe Organisationen erteilt wird. Diesbezüglich erhielt ich in den letzten Monaten viele Rückmeldungen von besorgten Eltern, welche berichteten, wie ihre Kinder verstört nach Hause gekommen sind, nachdem sie zum Beispiel im Sexualkundeunterricht in der fünften Klasse lernen mussten, wie man einem erigierten Holz-Penis ein Kondom überzieht und dieser im Anschluss herumgereicht wurde. Hierzu habe ich zusammen mit einer anderen Grossrätin im März eine Motion eingereicht, welche fordert, dass Sexualkunde-Unterricht durch externe Organisationen im Voraus den Eltern angekündigt werden muss. Weiter reichten wir eine Interpellation mit Fragen zu solch einer Organisation ein. Diese beiden Vorstösse weckten - entgegen unseren Erwartungen - ein hohes mediales Interesse.

BKS-Kommission

Nach dem Februar war auch der März für die BKS-Kommission ein sitzungsfreier Monat. Die einzige angekündigte Sitzung wurde mangels behandlungsreifer Geschäfte abgesagt.

Lokales

Im März startete ich mit der Finanzkommission, welche ich präsidieren darf, die Prüfung der Jahresrechnung 2024 der Gemeinde Rothrist. In wöchentlichen Sitzungen prüfen wir bis Anfang Mai die Buchhaltung und die Führung der Kassen auf ihre Richtigkeit.

Weiter stehen im Mai 2025 in der Gemeinde Rothrist Wahlen für die kommunalen Behörden an. Ich habe meine Kandidatur für eine weitere Legislatur in der Finanzkommission eingereicht. Falls mehr Kandidaturen als mögliche Sitze vorliegen, kommt es am 18. Mai zu einer Wahl an der Urne. Hier freue ich mich, falls die Rothrister Leserinnen und Leser mich mit Abgabe ihrer Stimme unterstützen.

EDU

Mitte März fand im vollen Saal des Restaurants Sonne in Brittnau die Mitgliederversammlung der EDU Bezirk Zofingen statt, welche ich als Präsident leiten durfte. 

Aus dem vergangenen Jahr betonte ich speziell die Grossratswahlen, den Wahlanlass im Waldhaus in Rothrist und den traditionellen Herbstbrunch. Bei den Grossratswahlen konnte das Ziel, die Verteidigung des bisherigen Sitzes, erreicht und der Wähleranteil gesteigert werden.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung sprach Christina Hegi Kunz, Geschäftsleiterin von «143.ch» – auch bekannt unter «Die Dargebotene Hand» – zum Thema «Darüber reden hilft». Sie erzählte, wie Menschen mit Sorgen niederschwellig und kostenlos durch echte Menschen (und nicht durch Chat-Bots oder künstliche Intelligenz) anonym und ohne Rufnummernerkennung durch ihre Organisation rund um die Uhr geholfen werden kann.

Eidgenössische Abstimmungen

Aktuell stehen keine Eidgenössischen Abstimmungen an.

Kantonale Abstimmungen

Kantonale Abstimmungen vom 18. Mai 2025

  • Steuergesetz (StG) JA
    Die Steuergesetzrevision ist aus meiner Sicht im Grossen und Ganzen ein Erfolg. Im Grossen Rat stimmten wir ihr mit einer deutlichen Mehrheit zu. In diesem Paket enthalten sind u.a. tiefere Einkommensteuern, keine höheren Grundstückgewinnsteuern (ab dem 20. Besitzjahr) und - für mich besonders wichtig - höhere Kinderabzüge.
  • "Lohngleichheit im Kanton Aargau –jetzt!" NEIN
    Diese Initiative fordert, dass Unternehmen ab 50 Mitarbeitern darlegen müssen, dass niemand beim Salär diskriminiert wird (bei Betrieben ab 100 Mitarbeitern gilt diese Pflicht bereits gemäss Bundesgesetz). Ich bin der Meinung, dass es dieses neue Gesetz nicht braucht. Auch mit meiner Stimme empfiehlt der Grosse Rat mit 97:35 Stimmen diese Initiative deutlich zur Ablehnung.

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Meine Positionen

Ich vertrete die Werte der EDU im Aargauischen 
Grossen Rat. Meine Politik basiert auf bürgerlichen und christlichen Werten, mit Fokus auf Verantwortung, Transparenz und Eigenverantwortung.